Wildlife Kaunertaler Gletscher

Wildlife Kaunertaler Gletscher

Das ruhige Naturjuwel Kaunertaler Gletscher ist der natürliche Lebensraum zahlreicher Wildtiere .

Naturliebhaber vergleichen das gesamte Tal mit einem Nationalpark, der vom Eingang des Kaunertals bis an den Rand des ewigen Eises führt. Nirgendwo sonst kann man so viele Wildtiere beobachten wie im Kaunertal.

Und das Beeindruckendste ist, dass man die Tiere aus nächster Nähe erleben kann. Wenn der Schnee allmählich entlang der Gletscherstraße schmilzt, kommen die Murmeltiere aus ihren Bauten und schauen neugierig, wer hier unterwegs ist. Der Steinbockhang hat seinen Namen aus einem Grund – unzählige Steinböcke grasen in unmittelbarer Nähe zur Gletscherstraße.

Wieso fühlen sich Wildtiere im Kaunertal so wohl?

Ein Grund dafür, dass sich die Tiere hier so wohl fühlen ist, dass das gesamte Tal sehr dünn besiedelt ist. Das hintere Kaunertal bietet mit einer Länge von fast 30 Kilometern mehr als genug Platz für alle Wildtiere und hat sich so im Laufe der Jahre zum idealen Lebensraum entwickelt.

Wo der Steinbock zu Hause ist

Das Kaunertal bzw. der Kaunergrat bildet mit seinen schroffen Gebirgsketten einen perfekten Lebensraum für Steinböcke und Gämse.

Sommer wie Winter fühlen sich die Tiere hier wohl. Immer wieder fasziniert es uns, wie elegant sie sich im felsigen Gelände bewegen.

Größte Steinbockkolonie Österreichs ist im Kaunertal
Mit über 1.000 Tieren lebt in der majestätischen Bergwelt des Kaunertals die größte Steinbockkolonie der Ostalpen. Außerdem gibt es an die 1.200 Gämsen und mehrere 100 Stück Rotwild und Rehwild. Mit einer Einwohnerzahl von rund 600 Personen, leben im gesamten Kaunertal weit mehr Tiere als Menschen.

Mit etwas Glück kann man gerade in den Frühjahrsmonaten und im Herbst Steinböcke und Gämsen direkt neben der Kaunertaler Gletscherstraße beobachten.
Besonders gerne halten sich die Tiere im Bereich der Staumauer des Gepatschstausee – im sogenannten „Steinbock-Hang“ – auf.

Zahlreiche Wildtierfütterungen für die Wintermonate

Da der Waldboden während den Wintermonaten oft meterhoch mit Schnee bedeckt ist, bietet dieser oft nur sehr wenig Nahrungsmöglichkeiten.
Hier kommen die zahlreichen Kaunertaler Jäger ins Spiel. Bereits im Sommer beginnen die Vorbereitungen für die oft sehr strengen Winter. Mühevoll und teilweise auch zu Fuß transportieren sie mehrere Tonnen Futter zu den insgesamt 14 Wildtierfütterungen. Sobald dann der erste Schnee gefallen ist, werden die Fütterungsstellen aktiviert und das Futter teilweise täglich wieder aufgefüllt.

Mit etwas Glück kann man bis zu 50 Tieren auf der Heimreise vom Kaunertaler Gletscher an einer der Fütterungsstellen entlang der Gletscherstraße beobachten.

Warum werden Wildtiere gefüttert?

Ziel dieser sehr aufwendigen Fütterung ist es, dem Wildverbiss (Rehe und Hirsche nagen oft an Baumstämmen) entgegenzuwirken. Ohne diese Fütterungen würde das Wildtier während des Winter abwandern und zahlreiche Bäume durch das Abnagen der Rinde zerstört werden.

Wie wird das Alter von Wildtieren bestimmt?

Hornträger, zu diesen zählen Gämse und Steinböcke, behalten ihre Hörner (auch Krucken genannt) ein Leben lang. Nach jedem Lebensjahr kommt ein Ring am Horn dazu. So kann durch Zählen dieser Ringe das exakte Alter des Wildtieres bestimmt werden.

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