Die Geschichte
der Kaunertaler Gletscherstraße

Vom Pilgerweg zur beliebten Ausflugsstraße

Die Kaunertaler Gletscherstraße folgt auf ihrer Wegführung größtenteils alten Spuren: schon früh gab es einen Pilgerweg vom Wallfahrtsort Kaltenbrunn im Kaunertal (Tirol, Österreich) über das Weißseejoch (2960 m) nach Melagg im Langtauferer Tal (Südtirol, Italien). Pilger- und Wallfahrtswege folgen oft alten Wegen und historischen Straßenverbindungen, die weit bis ins Mittelalter zurückreichen.

Heute ist die Fahrt auf der Kaunertaler Gletscherstraße ein beliebtes Ausflugsziel für Busgäste, Motorradfahrer, PKW-Reisende und auch Radfahrer. Ca. 150.000 Gäste besuchen jährlich allein im Sommer eine der schönsten Hochalpenstraßen Österreichs. Lernen Sie die Kaunertaler Gletscherstraße sowie Sehenswertes und Natur entlang der Straße kennen. Ein Sommerurlaub in Tirol bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

1911...Flaschenpost & Sommerskilauf am Gletscher

Flaschenpostfund am Gletscher aus dem Jahre 1911:
Während einer Gletscher-Überquerung des Gepatschferners im Sommer 2003 stieß der Kaunertaler Alois Gfall auf einen überraschenden Fund! Im aufgefirnten Gletschereis lag eine grüne Flasche. Darin befanden sich gut erhaltene, handgeschriebene Zettel. Absender der Flaschenpost waren der Skiclub Arlberg und der Skiclub München, die hier im Sommer 1911 am Gepatschferner Skilaufen waren.

1930...mit dem Postbus unterwegs zu hochalpinen Bergtouren

In den 1930er Jahren war ein Ausflug mit dem Postauto zum Gepatschhaus eine Touristenattraktion. Seit 1932 gibt es eine Postbuslinie von Feichten bis zum Gepatschhaus. Sie führte damals über geschotterte Almwege und Wiesen. Mit diesem Postbus kamen die Wanderer und Bergtouristen, um Ausflüge ins hintere Kaunertal zu machen oder um ins Gepatschgaus zu gelangen, von wo aus sie hochapine Gletschertouren unternahmen.

1961 - 1965...der Bau des Gepatschstausees

Wo einst der Mandarfen Boden war, auf dem Almvieh und Haflinger weideten steht heute der Gepatschstausee. Von 1961 – 1965 erbaute die Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) den Stausee mit dem höchsten Naturschüttdamm Europas im Kaunertal. (140 Mio l Speichervolumen, 160 m hohe Schüttmauer). Im Zuge dieser Bautätigkeit wurde die Straße von Feichten bis zum Damm 2-spurig ausgebaut und asphaltiert.

1979 - 1980...Erschließung des Kaunertaler Gletschers

Von 1979 bis 1980 wurde die Kaunertaler Gletscherstraße vom Stausee bis hinauf zum Gletscherrestaurant auf 2.750 m ausgebaut, um dem Skifahrer das Sommer – Skigebiet Kaunertaler Gletscher zugänglich zu machen.

Vision, Fremdenverkehr und wirtschaftlicher Lebensraum

Eugen Larcher, Visionär und Gletscherpionier, durfte als Jugendlicher seinen Vater Eduard Larcher auf eine Bergtour in die Schweiz begleiten. In Zermatt sah er zum erstenmal, dass die Gletscherflächen mit Liften für das Skilaufen erschlossen waren. Dieses Bild ließ ihn nicht mehr los. Konsequent, hartnäckig und ausdauernd verfolgte er mit seinen Wegbegleitern das Ziel, in seinem Heimattal den Kaunertaler Gletscher skitechnisch zu erschließen. Sein Antrieb war die selbst erlebte Armut und das Ziel, im Kaunertal einen wirtschaftlichen Lebensraum mit sicheren Arbeitsplätzen zu etablieren. Durch den Alpinismus konnten sich die Bergbauern als Bergführer etwas dazuverdienen. Wohlwissend, dass die wahre wirtschaftliche Kraft in einem stabilen Fremdenverkehr mit guter Infrastruktur lag, plante und baute man die Kaunertaler Gletscherstraße ursprünglich als Zubringer ins Sommer- Skigebiet.
Heute ist sie die schönste Sackgasse Österreichs und wird liebevoll die Traumstraße ins ewige Eis genannt. Als beliebte, gut besuchte Ausflugsstraße, die ganzjährig geöffnet ist, ermöglicht sie dem Besucher einen sicheren Zugang in die Hochgebirgswelt des Kaunertals und der Naturparkregion Kaunergrat.

Planer der Kaunertaler Glescherstraße: DI Helmut Sterzinger und Ing. Rupert Amann

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